Haus Ostwig: Barocker Herrensitz der Familie von Lüninck

Bestwig-Ostwig, Hochsauerlandkreis

Auf einen Blick

Adresse

Haus Ostwig
Hauptstraße 1
59909 Bestwig-Ostwig
Hochsauerlandkreis

Besichtigung

Außen: Nicht möglich.
Innen: Privat bewohnt, Betreten nicht gestattet.

Lage

Geschichte

Besitzergeschichte

1200 wurde das Gut Ostwig in einer Urkunde des Stiftes Meschede als Lehnsgut erstmals erwähnt.

Graf Ludwig von Arnsberg (1281-1313) tauschte 1299 mit dem Mescheder Stift das Rittergut Gevelinghausen gegen das Gut Ostwig ein. Derzeit waren die Brüder Lambertus und Gerhardus de Ostwich mit der "fürstlichen Hofhaltung" nach dem Recht des Dienstmannes belehnt.

Im 15. Jahrhundert folgten zahlreiche Besitzerwechsel. 1437 befand es sich in den Händen von Heinrich Kreyenkynt, 1481 in den Händen von Johannes Rump und 1486 ging es an die Familie von Hanxleden. Im 15. Jahrhundert baute die Familie Rump das Gut zu einem Rittergut aus. Um 1500 ging Ostwig zunächst in nichtadeligen Besitz über.

1539 erwarb Johann von Hanxleden zu Anröchte das Gut. 1699 wurde der Besitz mit dem Haus Borghausen vereinigt.

1755 wurde Theodor Bernhard Graf von Hanxleden durch den Freiherrn von Schade von Schloss Antfeld vertrieben. Erst 1764 Jahre erhielt er durch kaiserliches Urteil seinen Besitz, zu dem auch die Güter Bestwig und Borghausen gehörten, zurück.

Am 26. Oktober 1765 wurde der Graf von Hanxleden auf einer von dem Freiherrn zu Schade veranstalteten Jagd tödlich durch eine Kugel verletzt. Mit dem Erlöschen der Ostwiger Linie der Hanxleben erwarb die Freifrau von Gaugreben daraufhin Haus und Gut, um 1771 das gesamte Anwesen an ihren Schwiegersohn Johann Wilhelm von Lüninck zu Niederpleis weiterzuverkaufen. Dessen Nachfahren bewohnen auch noch heute das Haus.

Die wohl bekannteste Persönlichkeit der Familie von Lüninck ist der am 14. November 1944 als Widerstandskämpfer hingerichtete Ferdinand von Lüninck, Oberpräsident von Westfalen.

Baugeschichte

1670 wurde Haus Ostwig durch die Familie von Hanxleden zu dem heute sich darstellenden repräsentativen Herrensitz umgebaut. Es handelt sich um einen verputzten zweigeschossigen Rechteckbau mit Walmdach.

Seine Fassade weist 9 Fensterachsen auf, über denen 5 symmetrisch angeordnete Gauben sich in der Dachfläche befinden. In der Mittelachse an der Südseite befindet sich das barocke Prunkportal, das mit einer Schriftkartusche und drei darüber befindlichen Wappen unter einer Krone versehen ist.

Südöstlich des Herrenhauses befinden sich die Wirtschaftsgebäude.

Weiterführende Informationen

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